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Bonsoir Bon Bon (2008 BoomBooks)
"Besser dumm als stumm!" "Man kann so dumm sein, wie man will, man muß sich nur zu helfen wissen!" Immer schneller und fester schlugen die beiden Schwerverletzten aufeinander ein. Als Mops merkte, wie nach und nach seine Kräfte im Mittagsschweiß davon gurgelten, griff er zu seiner Geheimwaffe. Er warf sich in einer Wolke von Blut, Staub und Knoblauchausdünstungen über BONBON, um sein Heavy Metall Gebiß in die Gurgel des Gegners zu schlagen. Der reagierte jedoch schnell und die gewaltigen, vergoldeten Zähne schlugen über dem Holmen des Kopfteiles aufeinander. Mops hatte sich als Baby in der Mutterbrust verbissen. So mußte er mit Ziegenmilch gestillt werden. Statt eines Nuckels zog man ihm wegen dieses außerordentlichen Gebisses die Messingdüse eines Feuerwehrschlauches über die Flasche. Das Kind verbiß sich deshalb im Kopfkissen, im Teddybär, in Gartenzäune und in den Mountainbikelenker der Nachbarstochter, als sie ihm nicht verraten wollte, wo sich ihr geheimes Versteckchen befand. Er verbiß sich ebenso im Polizeistiefel seines Vaters, dem Tresen der American Bar und später sogar in die Fußmatte seines Psychiaters. In Schönschrift war dort aufgestickt: Tritt ein, bring Geld herein! Daraus schloß Mops, daß viele Reiche arme Teufel mit viel Geld sein müßten und er begann, seine Lebenseinstellung zu verändern. Er schloß sich dem materiellen Gedanken an und wurde wie jeder, der diese Richtung einschlug, zum Verbrecher. [...]